Testregion Ingolstadt

Die Testregion Ingolstadt liegt im geographischen Herzen Bayerns.Sie umfasst die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a. d. Ilm und die kreisfreie Stadt Ingolstadt

Auf einer Fläche von Fläche von 2847,9 qkm leben ca. 455.000 Einwohner (Stand 2007),die Stadt Ingolstadt selbst hat ca. 130.000 Einwohner und genießt als Automobilstandort eineninternationalen Ruf. Sie zählt zu den wachstumsstärksten Städten in Bayern. Die RegionIngolStadtLandPlus ist geographisch gut abgrenzbar und aufgrund ihrer heterogenen Struktur(Kostenträgerverteilung, Industrieregion und ländliche Region) als Region für Tests ideal. DasTestgebiet entspricht demOrganisationsgebiet des Praxisnetzes GO IN e.V.

Die Aufgaben der Testregion umfassen neben der Planung und operativenDurchführung vonTestphasen die Vorbereitung und Begleitung des Rollouts in derModellregion.Die Ziele hierbei sind die Umsetzung der Pflichtanwendunge (§291aSGB V), die Durchführung vonverschiedenen Testszenarien nach Vorgaben durch gematik GmbH und BMG, die Durchführung vonTests der Interoperabilität undAkzeptanz von eGk und HBA sowie die Durchführung von Tests derTelematikdienste (Versichertenmanagement, eRezept, Notfalldaten,Arzneimitteldaten undelektronischer Patientenakte)

 

 

Für die ersten Test (2008-2010) in der Region wurden Beteiligte am

Testverfahrenausgewählt

  • 30 Ärzte verschiedener Fachrichtungen
  • 15 Apotheken
  • 2 Krankenhäuser
  • 10 gesetzliche Krankenkassen
  • Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB)
  • Bayerische Apothekerverband (BAV)
  • Praxisnetz GOIN

Aufgaben des Projektbüros

Seit Oktober 2011 geben die Krankenkassen die eGKs an ihre Patienten aus. Das Projektbüro unterstützt alle Beteiligten im Rahmen folgender Aufgaben

  • Kommunikation zu Testregionen
  • Kommunikation BÄK, KV, BMG, StMUG etc.
  • Einspielen/Testen von Updates Primärsysteme
  • Tests mit PVS und BCS-KT
  • Planung Testfortführung
  • Support in Arztpraxen
  • Beantwortung von Anfragen von Arztpraxen zur Einführung der eGK, BCS -Lesegeräteausstattung
  • Projektbüro Ansprechpartner für Industrie (PVS, Kartenpersonalisierer) und Kostenträger
  • Pflege der Baymatik-Homepage (mit passwortgeschützten Mitglieder-Bereich)
  • Interviewanfragen seitens der Medien
  • Pressekonferenzen

Aktueller Stand der Einführung der Telematikinfrastruktur und erster Anwendungen

 

Berlin, den 20. Januar 2015 - Aktueller Stand der Einführung der Telematikinfrastruktur und erster Anwendungen

Das komplexe Entwicklungsprojekt zur Einführung der Telematikinfrastruktur und erster Anwendungen schreitet weiter voran. Die beauftragten Industrieunternehmen befinden sich derzeit in der Entwicklung, dem Aufbau und der Integration der Infrastrukturkomponenten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Integration ist der Aufbau des zentralen Netzwerkes der Telematikinfrastruktur. In einem ersten Schritt wurden die Fachdienste der Krankenkassen zur Unterstützung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) Mitte des Jahres angebunden. Das zentrale Netz ist aufgebaut, und die Zulassungstests (z.B. Public Key Infrastruktur) für den zukünftigen Betrieb mit Echtdaten von rund 70 Millionen Karten haben begonnen.

In einem ersten Test („Durchstichtest“), der von den Industriepartnern zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse im Dezember durchgeführt wurde, konnte der Nachweis erbracht werden, dass die Telematikinfrastruktur im Zusammenspiel mit allen Komponenten für den Versichertenstammdatenabgleich funktionsfähig ist. In dem Test wurde der Versichertenstammdatensatz über die Telematikinfrastruktur online überprüft und erfolgreich aktualisiert. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Telematikinfrastruktur im kommenden Herbst im Echtbetrieb erproben zu können. Ebenfalls im Dezember ist die erste Produktivzulassung (CVC-Root) erfolgt. Somit ist die Grundlage für eine spätere Personalisierung der Karten (eGK, Heilberufsausweise, Instituts- und Gerätekarten) gelegt.

Erprobungsstart

Voraussichtlich im Herbst 2015 kann mit der Erprobung bei allen Teilnehmern begonnen werden. Bereits vorher werden die Inbetriebnahme und die Zulassung abgeschlossen. An der Erprobung werden in den zwei Testregionen Nordwest (Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) und Südost (Sachsen und Bayern) insgesamt 1.000 Arzt- und Zahnarztpraxen und 10 Krankenhäuser teilnehmen. Nach aktueller Planung wird sich die Erprobung der Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) und der sicheren Kommunikation der Leistungserbringer (KOM-LE)* der Erprobung VSDM anschließen.

Wissenschaftliche Evaluation

Die Erprobung wird durch eine wissenschaftliche Evaluation begleitet. Ziel der wissenschaftlichen Evaluation ist, die Akzeptanz und Praxistauglichkeit der neuen technischen Prozesse mit der elektronischen Gesundheitskarte zu analysieren. Dies erfolgt aus Sicht der Anwender, also der an der Erprobung teilnehmenden Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser sowie aus Sicht der Beteiligten, also der Patienten. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Einführung der Anwendungen und Basisdienste auf interne Prozesse und Strukturen in den Institutionen der Leistungserbringer betrachtet. Aus den Ergebnissen der wissenschaftlichen Evaluation werden Empfehlungen für den bundesweiten Rollout abgeleitet. Die gematik hat im September 2014 die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg beauftragt, die wissenschaftliche Evaluation durchzuführen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Erprobung und parallel durchgeführter Evaluation wird das Netz der Telematikinfrastruktur für den bundesweiten Anschluss aller Praxen und Krankenhäuser bereitstehen.

Notfalldatenmanagement

Die gematik-Gesellschafter haben in der 48. Gesellschafterversammlung im November das Vorhaben „Notfalldatenmanagement-Sprint“ beschlossen, in dem bereits heute Prozesse aus der späteren Projektphase des Notfalldatenmanagements (NFDM) evaluiert werden. Hierbei soll bereits ohne Anbindung an die Telematikinfrastruktur untersucht werden, ob das Einwilligungsverfahren des Versicherten in die freiwillige Anwendung und das erstmalige Anlegen eines Notfalldatensatzes alltagstauglich sind sowie durch die Patientenverwaltungssysteme ausreichend unterstützt werden. Da die Integration von NFDM in die Primärsysteme für die Akzeptanz bei Versicherten und Ärzten bedeutsam ist, können so gegebenenfalls Optimierungspotenziale frühzeitig erkannt und genutzt werden, bevor die eigentliche Erprobung beginnt.

*Vorbehaltlich Gesellschafterbeschluss

 

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85057 Ingolstadt

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Aktuelles

29.01.2016 - Peter Schaar ist Vorsitzender der Schlichtungsstelle

Die Gesellschafter der gematik haben den früheren Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zum 1. Januar 2016 als Vorsitzenden der Schlichtungsstelle berufen. Als unparteiischer Vorsitzender der Schlichtungsstelle wird Peter Schaar die Entscheidungen über Regelungen, Aufbau und Betrieb der Telematikinfrastruktur mit voranbringen. Seine Berufung geht einher mit einer Stärkung der Schlichtungsstelle, die das im vergangenen Dezember verabschiedete E-Health-Gesetz durch die Ausdehnung des Schlichtungsverfahrens auch auf den Wirkbetrieb vorsieht

Telematikinfrastruktur:

Keine Abstriche bei Qualität und Sicherheit

27.07.2015 - Die Industrie hat der gematik Terminverzögerungen bei der Lieferung der zulassungsfähigen Produkte für die Telematikinfrastruktur (TI) gemeldet. Betroffen von den Verzögerungen sind vor allem die dezentralen Produkte der TI wie etwa der Konnektor, der in den Erprobungspraxen und -krankenhäusern die sichere Verbindung in die TI ermöglichen wird.

13.7.2015

Die Gematik sieht in ihrem Projektplan vor, dass der Online-Roll-Out bis Ende 2015 abgeschlossen sein soll.  Dr. Thomas Kriedel, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gematik, sieht diesen Zeitplan kritisch aufgrund des E-Health-Gesetzes, das bestimmte Fristen und Sanktionen vorsieht. Wenn die Fristen eingehalten werden sollen, ist die Zeit zu kurz, um die medizinischen Anwendungen ausreichend zu testen. Diese Anwendungen ermöglichen den Ärzten, ihren bürokratischen Aufwand zu reduzieren.

Das Sichere Netz der KVen (SNK) wurde eingeführt, damit ihre Mitglieder ein sicheres Netz bereits jetzt nutzen können. Dieses Netz wird an die künftige TI-Infrastruktur angekoppelt, es wird niemals als separates Netz weiterlaufen.

 

Das Interview mit Dr. Thomas Kriedel, können Sie hier anschauen

Bundeskabinett beschließt den E-Health-Gesetzentwurf
Bundeskabinett beschließt den E.docx
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