Verfügbare Anwendungen

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) werden Versicherten und Leistungserbringern verschiedene Anwendungen bereit gestellt. Diese lassen sich in Pflichtanwendungen und freiwillige Anwendungen (gemäß SGB V §291a) unterscheiden.

Die Pflichtanwendungen sind für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen verbindlich. Dazu zählen die Übermittlung der Versichertenstammdaten mit der elektronischen Gesundheitskarte, das elektronische Empfangen und Einlösen einer Verordnung (eVerordnung) mit der eGK sowie die Verwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite der Gesundheitskarte.

Über die Nutzung der freiwilligen Anwendungen entscheiden Versicherte ganz allein. Nur mit ihrer Zustimmung können beispielsweise Notfalldaten auf der Karte hinterlegt oder eine versichertenbezogene Arzneimitteldokumentation angelegt werden.

Zu den freiwilligen Anwendungen nach SGB V §291a gehören:

  • Daten für die Notfallversorgung (Notfalldaten)
  • Elektronischer Arztbrief (eArztbrief)
  • Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
  • Elektronische Patientenakte (ePatientenakte)
  • Elektronisches Patientenfach
  • Elektronische Patientenquittung

Sachstand Dezember 2013

MEETING AM MOUNTAIN
2. Führungskräfte-Meeting in Berchtesgaden
(17.--18. Oktober 2013)

Prof. Elmer über den Sachstand der elektronischen Gesundheitskarte

Auf Basis einer europaweiten Ausschreibung beauftragte die gematik heute die letzten noch ausstehenden Komponenten zur Erprobung der Telematikinfrastruktur. Die Zuschläge erhielten das Telekommunikationsunternehmen T-Systems International GmbH sowie die Bietergemeinschaft Booz & Company GmbH, CompuGroup Medical AG und KoCo Connector AG. Bereits in der letzten Woche war der Systemintegrator arvato Systems GmbH mit dem Aufbau eines sicheren Netzes als Plattform für die geplante Praxiserprobung in zwei Testregionen beauftragt worden.

T-Systems International und die Bietergemeinschaft sind für die Anbindung und Betreuung der 1000 teilnehmenden Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und zehn Krankenhäuser in den Testregionen verantwortlich. Hierzu zählt auch die Entwicklung von Komponenten, die den sicheren Zugang zur Telematikinfrastruktur erst möglich machen.

Der sehr hohe Sicherheitsstandard aller Komponenten wird darüber hinaus durch umfangreiche Testverfahren, Zulassungen und Zertifizierungen durch die gematik, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie die enge Abstimmung mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten gewährleistet.

„Der Grundstein für den Bau einer Datenautobahn für das deutsche Gesundheitswesen ist nun gelegt. Mit der Vernetzung wird es zukünftig möglich sein, alle informationstechnischen Potenziale zur Unterstützung der Patientenversorgung zu nutzen“, betont gematik Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Arno Elmer.

Die Erprobung und Evaluation der ersten Anwendungen und Basisdienste soll noch 2014 starten. Im Fokus stehen dabei die Online-Prüfung und -Aktualisierung der Versichertenstammdaten, die qualifizierte elektronische Signatur (QES) sowie ein sicherer Internetzugang für (Zahn)Arztpraxen. Die QES ist die sichere Basis für zukünftige weitere medizinische Anwendungen. Mit ihr können digitale medizinische Dokumente wie Arztbriefe rechtssicher unterschrieben werden, um sie dann im Gesundheitsnetz (Telematikinfrastruktur) zu versenden.

In zwei Testregionen werden jeweils mindestens 500 Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten sowie fünf Krankenhäuser bis hin zum Universitätsklinikum über die Telematikinfrastruktur vernetzt. Die Testregionen bestehen aus den Ländern Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (Testregion Nordwest) sowie Sachsen und Bayern (Testregion Südost

Sachstand Oktober 2011

Die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte hat begonnen

Der Anfang ist gemacht: Nach intensiven Vorarbeiten statten die gesetzlichen Krankenkassen seit Oktober 2011 ihre Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte aus. Schon von Beginn an trägt die elektronische Gesundheitskarte mit Lichbild zur Eindämmung der missbräuchlichen Inanspruchnahme von Leistungen bei. Sie ist technisch so vorbereitet, dass nach und nach weitere Anwendungen zugeschaltet werden können. Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und dem Aufbau einer sicheren, einrichtungsübergreifenden Kommunikationsinfrastruktur wird die Grundlage für einen sicheren Austausch wichtiger medizinischer Daten geschaffen. Dies dient dem Ziel, die Versorgung der Patientinnen und Patienten qualitativ zu verbessern und effizienter zu gestalten.

 

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag für den Aufbau einer Telematik-infrastruktur ausgesprochen, die „die technischen Voraussetzungen dafür schafft, dass medizinische Daten im Bedarfsfall sicher und unproblematisch ausgetauscht werden können.“ Gleichzeitig bekennt sich die Bundesregierung zum Datenschutz und der Wahrung des Patienten-Arzt-Verhältnisses. So heißt es im Koalitionsvertrag weiter: „Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten sowie der Versicherten haben für uns auch bei Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte höchste Priorität.“ Deshalb erfolgt eine stufenweise Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, bei der Sicherheit und Praktikabilität an oberster Stelle stehen.

Sachstand Juli 2010

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte erfolgt stufenweise

Zurzeit werden in Krankenhäusern sowie in Arzt- und Zahnarztpraxen neue Lesegeräte installiert, die sowohl die neuen elektronischen Gesundheitskarten als auch die bisherigen Krankenversichertenkarten verarbeiten können. Wenn Versicherte mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte auf eine noch nicht modernisierte Praxis treffen, werden sie auf jeden Fall behandelt. Die für eine Behandlung notwendigen Verwaltungsdaten müssen dann durch das Praxispersonal auf einem anderen, aufwändigeren Weg ermittelt werden. Bereits jetzt ist auch festgelegt, dass in absehbarer Zeit nur noch die elektronische Gesundheitskarte zum Einsatz kommen wird: Die Krankenversichertenkarte verliert dann ihre Gültigkeit. Die Krankenkassen informieren ihre Versicherten entsprechend.

 

Bei der jetzt gestarteten Kartenausgabe – dem so genannten Basis-Rollout – verfügt die elektronische Gesundheitskarte über einige wichtige Zusatzfunktionen:

Die auffälligste Neuerung ist das Lichtbild auf der elektronischen Gesundheitskarte. Mit der elektronischen Gesundheitskarte bekommt nun jeder gesetzlich Versicherte grundsätzlich eine Karte mit Foto. So kann der missbräuchlichen Inanspruchnahme von Leistungen entgegenwirkt werden. Kinder unter 15 Jahren und schwer Pflegebedürftige, die an der Erstellung eines Fotos nicht mitwirken können, benötigen kein Lichtbild auf ihrer elektronischen Gesundheitskarte. Ihre Krankenkasse meldet sich bei Ihnen mit der Bitte, ein Lichtbild bereitzustellen, das auf Ihre elektronische Gesundheitskarte gedruckt wird.

 

Zunächst sind auf der elektronischen Gesundheitskarte wie auf der bisherigen Krankenversichertenkarte die Verwaltungsdaten gespeichert; also Name, Geburtsdatum, Anschrift, Geschlecht, Versichertennummer und Versichertenstatus. Außerdem ermöglicht der eingebaute Prozessor-Chip eine sichere Verschlüsselung der Daten und schützt vor unberechtigten Zugriffen.

 

Auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte kann die europäische Versichertenkarte abgedruckt sein. Sie ermöglicht die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen in allen 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und in der Schweiz. Alle weiteren Anwendungsmöglichkeiten werden zurzeit noch gründlichen Tests unterzogen. Sie werden erst schrittweise dazukommen und können aktiviert werden, ohne dass die Karte getauscht werden muss.

Ziel: Eine Telematikinfrastruktur zur besseren Kommunikation der Behandler

Die Qualität der medizinischen Behandlung hängt auch immer davon ab, ob dem Behandler alle behandlungsrelevanten Informationen zur Verfügung stehen. Heute werden Unterlagen wie Laborberichte, Untersuchungsergebnisse oder Operationsberichte oft noch auf dem Papierweg verschickt und liegen bei der Behandlung nicht rechtzeitig vor.

 

Mit der elektronischen Gesundheitskarte soll deshalb eine verbesserte und bundesweit einheitliche Kommunikationsinfrastruktur – vergleichbar mit einem Straßennetz – aufgebaut werden. Diese neue Infrastruktur ermöglicht den sicheren Austausch von für die Behandlung notwendigen medizinischen Informationen, Dies verbessert die Qualität und Effizienz der Patientenversorgung. Mit der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte ist nun der erste Schritt dazu getan. Die weiteren Schritte sind in Planung.

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Aktuelles

29.01.2016 - Peter Schaar ist Vorsitzender der Schlichtungsstelle

Die Gesellschafter der gematik haben den früheren Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zum 1. Januar 2016 als Vorsitzenden der Schlichtungsstelle berufen. Als unparteiischer Vorsitzender der Schlichtungsstelle wird Peter Schaar die Entscheidungen über Regelungen, Aufbau und Betrieb der Telematikinfrastruktur mit voranbringen. Seine Berufung geht einher mit einer Stärkung der Schlichtungsstelle, die das im vergangenen Dezember verabschiedete E-Health-Gesetz durch die Ausdehnung des Schlichtungsverfahrens auch auf den Wirkbetrieb vorsieht

Telematikinfrastruktur:

Keine Abstriche bei Qualität und Sicherheit

27.07.2015 - Die Industrie hat der gematik Terminverzögerungen bei der Lieferung der zulassungsfähigen Produkte für die Telematikinfrastruktur (TI) gemeldet. Betroffen von den Verzögerungen sind vor allem die dezentralen Produkte der TI wie etwa der Konnektor, der in den Erprobungspraxen und -krankenhäusern die sichere Verbindung in die TI ermöglichen wird.

13.7.2015

Die Gematik sieht in ihrem Projektplan vor, dass der Online-Roll-Out bis Ende 2015 abgeschlossen sein soll.  Dr. Thomas Kriedel, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gematik, sieht diesen Zeitplan kritisch aufgrund des E-Health-Gesetzes, das bestimmte Fristen und Sanktionen vorsieht. Wenn die Fristen eingehalten werden sollen, ist die Zeit zu kurz, um die medizinischen Anwendungen ausreichend zu testen. Diese Anwendungen ermöglichen den Ärzten, ihren bürokratischen Aufwand zu reduzieren.

Das Sichere Netz der KVen (SNK) wurde eingeführt, damit ihre Mitglieder ein sicheres Netz bereits jetzt nutzen können. Dieses Netz wird an die künftige TI-Infrastruktur angekoppelt, es wird niemals als separates Netz weiterlaufen.

 

Das Interview mit Dr. Thomas Kriedel, können Sie hier anschauen

Bundeskabinett beschließt den E-Health-Gesetzentwurf
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